DIE DESIGNERIN

Gerne stelle ich mich Ihnen vor:

Bereits in meiner Kindheit stand Nähen für mich an erster Stelle. In Kaiserslautern, meiner Geburtsstadt, ist Pfaff, einer der führenden Nähmaschinenhersteller, beheimatet. Mit 6 Jahren nähte ich bereits die ersten Kleider für meine Puppen, damals noch von Hand mit Nadel und Faden. Es dauerte nicht lange, dass ich von meiner Mutter sämtliche Nähkenntnisse einforderte, ihre Nähmaschine benutzen durfte und weitergehend alles über Nähtechniken las, um mir schon im Kindesalter sämtliche Nähtechniken anzueignen.

In meiner ersten eigenen Wohnung richtete ich mir mein erstes Nähatelier ein. Nach der Arbeit kam ich nach Hause und ging meiner eigentlichen Leidenschaft, dem Designen und Nähen, nach. Schon damals nähte ich nicht nach Vorlage (Schnittmuster), sondern nach komplettem Eigenentwurf.

Im Jahr 2010 lernte ich eine Absolventin des „3-jährigen Berufskollegs für Mode und Design“ der „Balthasar-Neumann-Schule II“ in Bruchsal kennen. Sie überreichte mir ihre gesamten Unterlagen der Ausbildung, die ich parallel zu meinem Beruf einhergehend und vollständig durcharbeitete.

Im Detail umfasst die Ausbildung folgende Fachbereiche:

Modeillustration

Gestaltungslehre

Modegestaltung

Schnitttechnik

Computertechnik/Entwurf

Schnitt Realisation in Modellgestaltung und Schnitt

Die Unterlagen enthielten somit auch alle Informationen zur Textilkunde – nebst Stoffproben, Informationen über Textilherstellung, Textileinfärbungen, Spezialoberflächenbehandlungen und Maschinentechniken. Ich habe mir das komplette Fachwissen dieser Ausbildung angeeignet.

Im Februar des Jahres 2010 sah ich eine Reportage, die mein Leben und meine Ansicht auf die Textilbranche grundlegend verändert haben. Seither kaufe ich keinerlei Bekleidung mehr, da mir bewusst geworden ist, dass unfaire Produktionsbedingungen eher die Regel als die Ausnahme sind. Blaue Flüsse an Jeansproduktionsstellen, Sandstrahlen von Jeans ohne Mundschutz und eine Lebenserwartung von maximal 40 Jahren, Menschen, die mit nackten Beinen in Gerbstoffen stehen, um Lederstücke einzufärben, Kinderarbeit in Indien…Ich weiß, dass ich alleine die Welt nicht verändern kann, aber ich möchte wenigstens den Teil dazu beitragen, der in meiner Macht steht. Zudem gibt es eine große Nachfrage nach fair produzierten Produkten, doch die Marktsituation ist nicht transparent genug und Endkunden verunsichert.

Es gibt nur sehr wenige Modeproduzenten, die es wagen, Garantien auszusprechen, was daran liegt, dass sie nicht selbst produzieren, sondern produzieren lassen. Da ich jedes Kleidungsstück selbst produziere, kann ich Ihnen garantieren, was Sie von mir bekommen. Und Sie bekommen es schriftlich mit einer Textilkennzeichnung, die alle Infos enthält.

Ich bin fair, ich bin Verena Rothhaar, ich bin ROSSICELLI.